Über die RUK

Forschungsstelle RUK an der FH Erfurt :

Radikalisierung und gewaltsame Konflikte: Antworten sozialer Berufe

© Müller-Rensch

Konzeption der RUK: Analyse und Anwendung zusammendenken

      • Die RUK antwortet auf die steigenden Anforderungen an soziale Berufe durch Radikalisierung, Polarisierung und gewaltsame Konflikte

  • Die RUK agiert im Spannungsfeld sozialer Fragen und Sicherheitspolitik mit dem Fokus auf Gewaltursachen, Gewalterfahrungen und Prävention

  • Die RUK vernetzt als politisch unabhängige Schnittstelle von Forschung und Praxis  

Konzeptuell verbindet die Forschungsstelle der Fachhochschule Erfurt die Herausforderung steigender Anforderungen an soziale Berufe durch Effekte von Radikalisierung und Gewalterfahrungen einerseits, mit Projekten der regionalen, nationalen und internationalen Forschungslandschaft sowie Praxisstellen zu Gewaltursachen, -erfahrungen und -prävention und demokratischer- und Menschenrechtsbildung andererseits. Die Forschungsstelle „Radikalisierung und gewaltsame Konflikte: Antworten sozialer Berufe“ (RuK-ASB) soll sich in den kommenden Jahren als Adressat von Stakeholdern aus Politik und Gesellschaft niedrigschwellig als regionale Vernetzungsstelle für die Themenbereiche Radikalisierung, Polarisierung und extremistische Gewalt in Deutschland, sowie den Auswirkungen von Gewalt- und Konflikterleben auf Gesellschaft und Menschen etablieren.

Neben der Anbindung von Forschungsprojekten, sowie der Vernetzung mit Kooperationspartnern im Forschungsbereich hat die Forschungsstelle insbesondere die Aufgabe, Forschung von Studierenden der FH Erfurt i.S. von Participatory Research zu unterstützen und sichtbar zu machen.

Geleitet wird die Forschungsstelle von Prof. Dr. Miriam Müller-Rensch. Sie ist spezialisiert auf Genese und Analyse religiöser und politischer Ideologien und deren Wirkweise in modernen Gesellschaften. Als Leiterin der Forschungsstelle RUK konzentriert Sie sich auf die Analyse und Prävention gesellschaftlicher Radikalisierung und Polarisierung mit kritischem Blick auf die Möglichkeiten staatlicher und zivilgesellschaftlicher Intervention auf Bundes- und Länderebene mit Schwerpunkt auf jihadistischem Salafismus und Rechtsextremismus. Weiterhin bindet Müller-Rensch ihr internationales Forschungsprofil und -netzwerk zur globalen Dimension des jihadistischen Salafismus und Terrorismus, sowie internationaler und nationaler Sicherheitspolitik an die Forschungsstelle. Schließlich erweitert Müller-Rensch ihre bisherige internationale Forschung um nationale und internationale Kooperationsmöglichkeiten sozialer Berufe als Antwort auf die Bedrohung der freiheitlich-demokratischen Grundordnung durch gesellschaftliche Radikalisierung und Polarisierung.

Die Forschungsstelle führt sieben inhaltliche Dimensionen zusammen:

Analytische Dimensionen
– Radikalisierung und gewaltsame Konflikte: Analyse sozio-politischer Kontexte, von Ursachen und Effekten

  • Aktuelle Debatten der Gewaltsoziologie (theoretische Grundlagenforschung)
  • Friedens- und Konfliktforschung: Forschung zum Konnex von Radikalisierung und gewaltsamen Konflikten
    sowie zum Wiederaufbau von Post-Konflikt Gesellschaften (empirische Grundlagenforschung)
  • Gewalt- und Machtstrukturen als Langzeiteffekte kolonialer Herrschaft (theoretische Grundlagenforschung zu
    Postcolonialities; sozio-politische Kontextualisierung von Effekten aufgrund von Gewalterfahrung)

Anwendungsorientierte Dimensionen
– Antworten sozialer Berufe auf Radikalisierung und gewaltsame Konflikte

  •  Gewalt- und Extremismus, Analyse & Prävention von Radikalisierungs- und Polarisierungsprozessen
    (auf kommunaler und auf Landesebene)
  • Indigene soziale Arbeit als Antwort auf Langzeiteffekte kolonialer Herrschaft
  • Antworten auf Gewalterfahrungen im Kontext von Konflikten & Flucht (als Handlungsfeld sozialer Arbeit, Beratung,
    Menschenrechtsbildung und Pädagogik)
  • Antworten auf gewaltsame Konflikte, Flucht und Migration durch nachhaltige Entwicklungspolitik (Anbindung an
    Politikberatung: Außen- und Entwicklungspolitik als Handlungsfeld insbes. der internationalen sozialen Arbeit)